Konjunktursorgen belasten Ölpreise
Posted on 08 September 2010 by ForexYard
Wieder einmal begeben sich die internationalen Ölpreise auf Talfahrt. Im asiatischen Handel am Mittwochmorgen kostete ein Barrel US-WTI zur Auslieferung im Oktober $73,67 und damit $0,42 weniger als gestern. Der Preis für ein Barrel Nordsee-Brent rutschte um $0,44 auf $77,30 ab. Händler verwiesen auf die jüngste Dollar-Aufwertung und die zunehmende Risikoaversion am Markt als Beweggrund für die gegenwärtig schwache Tendenz am Ölmarkt. Risikoanlagen wie Rohstoffe kehrten Investoren den Rücken.
Zudem belasten die hohen Lagerbestände und die gedämpfte Nachfrage die Ölpreise, so Marktbeobachter. Darüber hinaus drückt die Hurrikan-Saison und die damit verbundenen Sorgen um Produktionsausfälle die Kurswerte. Öl-Händler zeigten sich am Dienstag außerdem aufgrund der schweren Explosion in einer mexikanischen Raffinerie des Erdölkonzerns Pemex verhalten.
Am Donnerstag veröffentlicht das US-amerikanische Energieministerium aktuelle Zahlen zum Rohöllagerbestand in den USA. Experten rechnen mit einem Anstieg um rund 300.000 Barrel.
Unterstützung und Widerstand für Rohöl könnten zunächst bei $71, bzw. $75,70 aufzufinden sein.
Technische News
Rohöl gibt eindeutig rückläufige Signale aus, nachdem der Rohstoff gestern an der Marke bei $75 pro Barrel scheiterte. Die Stunden-Chart lässt jedoch erkennen, dass sich das Paar im überkauften Bereich des RSI bewegt. Hier sind abwärts gerichtete Bewegungen wahrscheinlich. Darüber hinaus ist auf der gleichen Chart das Abwärtskreuzen des Slow Stochastic deutlich zu erkennen, was die vorgenannte Tendenz bestätigt. Für Forex – und Rohstoff-Händler könnte es von Vorteil sein, bei Rohöl auf fallende Kurse zu setzen. Maßgebliche Preisbewegungen könnten sich einstellen.



